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Vereinfachte Zertifizierung mit einem Integrierten Managementsystem (IMS)

Zertifizierungen sollten Ihr Unternehmen unterstützen – nicht bremsen. Doch oft wird das Management komplex: mehrere ISO-Normen, unterschiedliche Zertifizierungsstellen, parallele Audits und unzureichend abgestimmte Systeme erhöhen den Aufwand.

Was häufig als sinnvoller, schrittweiser Ansatz zur Zertifizierung beginnt, kann sich im Laufe der Zeit zu doppeltem Aufwand, uneinheitlicher Governance und eingeschränkter Transparenz im gesamten Unternehmen entwickeln. Diese Komplexität lässt sich mit einem Integrierten Managementsystem (IMS) deutlich reduzieren – insbesondere bei der Übertragung bestehender Zertifikate oder bei der Planung der nächsten Wachstumsphase.

Die Herausforderung fragmentierter Zertifizierungen

Mehrere ISO-Normen gleichzeitig zu führen, ist heute üblich – beispielsweise in den Bereichen Qualität, Umwelt, Informationssicherheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz. Häufig wurden diese Zertifizierungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten eingeführt, teilweise mit verschiedenen Anbietern, jeweils mit eigenen Auditzyklen und Anforderungen.

Das Ergebnis ist bekannt:

  • Mehrere Audits mit ähnlichen Prozessinhalten
  • Unterschiedliche Risikobewertungen je nach Norm
  • Getrennte Berichte, die eine ganzheitliche Sicht erschweren
  • Erhöhter Aufwand für Teams bei Auditvorbereitung, Nachweisführung und Terminplanung

Mit der Zeit führt diese Fragmentierung zu Ineffizienz und steigender Komplexität in der Governance. Werden Systeme getrennt verwaltet, müssen Führungsteams oft zusätzlichen Aufwand betreiben, um einen klaren, integrierten Überblick über Risiko- und Leistungssteuerung zu behalten.

Ein Integriertes Managementsystem bedeutet dabei keinen Neustart. Es geht vielmehr darum, gemeinsame Prozesse – wie Führung, Risikobewertung, interne Audits, Korrekturmaßnahmen und Managementbewertung – so aufeinander abzustimmen, dass sie alle relevanten Normen gleichzeitig unterstützen.

Diese Abstimmung ist möglich, weil moderne ISO-Managementnormen auf einer gemeinsamen Struktur basieren, bekannt als Annex SL. Annex SL definiert eine einheitliche Rahmenstruktur mit vergleichbaren Kapiteln und Anforderungen, beispielsweise für ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 und ISO 27001. Dadurch lassen sich Prozesse und Kontrollen leichter harmonisieren, ohne parallele Systeme aufzubauen.

Wie ein Integriertes Managementsystem in der Praxis aussieht

In der Praxis bedeutet Integration vor allem Koordination und Klarheit – nicht zusätzliche Komplexität.

Mit einem IMS:

  • Werden gemeinsame Prozesse normübergreifend genutzt statt dupliziert
  • Erfolgt die Risikobewertung konsistent, auch bei unterschiedlichen Fachbereichen
  • Sind Verantwortlichkeiten und Kontrollen über Teams und Standorte hinweg klar definiert
  • Können einmal erhobene Nachweise mehrere Zertifizierungsanforderungen erfüllen

Aus Zertifizierungssicht ermöglicht diese Abstimmung ein koordiniertes Auditprogramm: Ein Auditor. Ein Auditplan. Ein Zeitplan, der die tatsächliche Arbeitsweise Ihres Unternehmens widerspiegelt.

Ein Integriertes Managementsystem ist jedoch nicht der einzige Weg, mehrere Normen effektiv zu steuern. Manche Organisationen entscheiden sich für ein konsolidiertes Managementsystem. Dabei werden Normen parallel verwaltet, mit gemeinsamen Audits oder abgestimmten Zeitplänen, ohne Prozesse vollständig zu integrieren.

Dieser Ansatz kann sinnvoll sein, wenn Ressourcen begrenzt sind oder die vollständige Integration ein langfristiges Ziel darstellt. Beide Modelle können eine wirksame Zertifizierung und ein solides Risikomanagement unterstützen – sofern sie zur Organisation passen.

Vereinfachte Zertifikatsübertragung durch integrierte Audits

Sind Zertifizierungen integriert, wird auch deren Übertragung deutlich einfacher. Anstatt separate Transferprozesse für jede einzelne Norm zu steuern, erfolgt der Wechsel koordiniert und gebündelt.

LRQA unterstützt Unternehmen dabei, bestehende Zertifizierungen zu prüfen, Auditzyklen – wo möglich – anzugleichen und eine Übertragung ohne operative Unterbrechungen zu planen. Integrierte Audits reduzieren Wiederholungen, verkürzen die Auditdauer über den gesamten Zertifizierungszyklus hinweg und schaffen eine planbare, besser steuerbare Situation für operative Teams.

Zugleich stärkt dieser Ansatz die Governance. Integrierte Audits liefern eine konsolidierte Sicht auf die Systemleistung und erleichtern es, Trends, Schwachstellen und Verbesserungspotenziale organisationsweit zu erkennen.

Stärkere Governance, höhere Transparenz

Neben Effizienzgewinnen ist verbesserte Transparenz ein zentraler Vorteil eines Integrierten Managementsystems.

Führungsteams erhalten einen klaren Überblick über Qualitäts-, Sicherheits-, Umwelt- und Informationsrisiken. Entscheidungsprozesse profitieren von konsistenten und vernetzten Informationen. Governance-Strukturen werden robuster, wenn Kontrollen koordiniert angewendet statt in isolierten Silos verwaltet werden.

Dies ist besonders relevant für Unternehmen mit mehreren Standorten, komplexen Lieferketten oder regulatorischen Anforderungen in unterschiedlichen Regionen. Ein IMS unterstützt die konsistente Anwendung von Standards – unabhängig von Größe oder geografischer Ausdehnung.

Wachstum und zukünftige Normen unterstützen

Integrierte Systeme erleichtern Wachstum. Die Einführung einer zusätzlichen ISO-Norm, die Expansion in neue Märkte oder die Integration eines akquirierten Unternehmens wird deutlich einfacher, wenn das zentrale Managementframework bereits abgestimmt ist.

Statt neue Anforderungen auf bestehende Strukturen aufzuschichten, kann das integrierte System kontrolliert erweitert werden. Die Zertifizierung wird so zum Wachstumstreiber – nicht zum Hemmnis.

Ein effizienterer und wirksamerer Weg im Risikomanagement

Zertifizierung zu vereinfachen bedeutet nicht nur, Audittage zu reduzieren. Es geht darum, ein System zu schaffen, das Ihr Unternehmen aktiv unterstützt, Governance stärkt und Sicherheit bietet, dass Risiken wirksam gesteuert werden.

Durch die Überführung bestehender Zertifizierungen in ein Integriertes Managementsystem können Organisationen Doppelarbeit reduzieren, die Gesamtübersicht verbessern und einen resilienteren Ansatz für Risiko- und Leistungsmanagement entwickeln – heute und in Zukunft.

Wenn Ihre aktuelle Zertifizierungsstruktur mehr Aufwand als Mehrwert bedeutet, sind Sie damit nicht allein.

 

Wenn Ihre aktuelle Zertifizierungsstruktur mehr Aufwand als Mehrwert bedeutet, sind Sie damit nicht allein.

Erfahren Sie mehr darüber, wie LRQA eine reibungslose Zertifikatsübernahme unterstützt 

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